Konferenzraumgestaltung
Ausstattung von Vortrags-, Konferenz-und Schulungsräumen
Zeitgemäße und effiziente Kommunikation und Information erfordert heute den Einsatz audiovisueller Medien. Die obersten Kommunikationsziele sind:
zeigen, sehen und gesehen werden
sprechen, hören und verstanden werden
Architektur
Aufgabe der audiovisuellen Medientechnik ist es, diese Kommunikationsziele auch für größere Gruppen und größere Räume - gegebenenfalls auch über weite Distanzen - zu erfüllen. Grundvoraussetzung für eine gute Sprachverständlichkeit und eine hochqualitative, kontrastreiche Visualisierung ist eine dafür ausgerichtete Architektur. Wichtige Elemente sind dabei Raumform und -höhe, Akustik und Lichtmanagement. Die moderne Architektur mit ihren großen Glasflächen, vielen harten Oberflächen aus Beton, Stein und Stahl bietet leider denkbar schlechte Voraussetzungen für eine entsprechende Umsetzung.
Visualisierungstechnik
Erste Wahl bei der Konzeption der Visualisierungstechnik sind Projektoren in Auf- oder Rückprojektion. Die Vorteile der Rückprojektion liegen in der Hellraumtauglichkeit und der unsichtbaren Technik. Sie hat aber ihre Grenzen in der Bildgröße (4,50 m Diagonale), benötigt rückwärtigen Raum und ist kostenintensiver. Alternativ bietet sich die klassische Aufprojektion mit Deckenmontage des Projektors an. Für kleinere Konferenzräume kommen Flachbildschirme mit bis zu 155 cm Diagonale in Frage.
Lichtmanagement
Medienräume
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Dipl.-Ing. Andreas Promny
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Besonders wichtig für die Bildqualität ist optimales Lichtmanagement. Dieses beinhaltet einerseits Sonnenschutz und Verdunklung und anderseits die optimale Platzierung und Auswahl der Leuchtkörper. Für die mediengerechte Auswahl der Lichtszenen ist eine Lichtsteuerung und Dimmung notwendig.
Projektionstechnik
Bei der Projektionstechnik wetteifern heute vier Technologien. Die Röhrentechnik findet aufgrund ihrer geringen Lichtleistung nur noch bei der Simulation und dem Heimkino Verwendung. Die anderen Basistechnologien, LCD (Liquid Crystal Device), DLP (Digital Light Processing) und DLA (Digital Light Amplifier) sind bedeutend lichtstärker, matrixorientiert, digital und weit einfacher zu nutzen. Wichtige Auswahlkriterien sind die erforderliche Bildqualität bezüglich Auflösung sowie die Farb- und Graustufenwiedergabe. Ein weiteres Entscheidungskriterium ist die Helligkeit, die in ANSI Lumen (genormtes Messverfahren) gemessen wird. Die erforderliche Projektionshelligkeit hängt von der Umfeldhelligkeit, der Bildgröße und dem Kontrast des Bildes ab. Verfügbare Objektive, Geräuschpegel, elektronische Kompatibilität, Betriebssicherheit, Schnittstellen und schließlich das Budget sind weitere Kriterien. Aber auch die Auswahl der Projektionsfläche hat großen Einfluss auf die Bildqualität. Horizontaler und vertikaler Betrachtungswinkel, Gain Faktor und Helligkeitsverteilung sind dabei wichtige Qualitätsfaktoren.
Signalmanagement
Damit die Bildschirmsignale auch den Projektor erreichen, ist ein umfangreiches Signalmanagement erforderlich. Zur Signaleinspeisung dienen Anschlussfelder auf dem Tisch, im Boden oder an der Wand, sie erlauben den einfachen Anschluss von Laptops oder hochauflösender Dokumentenkameras. Verstärker, hochwertige Kabel, Schalter und Kreuzschienen routen das ausgewählte Bild zum Projektor oder Mitschaumonitor. Videorekorder und DVD-Player dienen als weitere Signalquellen.
Ton
Beim Ton differenzieren wir zwischen dem zu verstärkenden Life-Ton des/der Referenten und dem Ton aus der Konserve (Programmzuspielung). Die Lautsprecher sind immer so zu platzieren, dass ein akustischer Bezug zum Bild bzw. Referenten besteht. Quellen für die Programmzuspielung sind CD- oder DVD-Player, Kassettendecks, Videorekorder und immer häufiger der PC.
Medienmöbel
Medienmöbel haben im Wesentlichen die Aufgabe, elektronische Geräte, die zur Kommunikation erforderlich sind, aufzunehmen. Dies beginnt beim Rednerpult und reicht über den Referententisch bis zum Technikschrank. Ihre Konzeption hat besonders unter den Gesichtspunkten der Funktionalität und Bedienerfreundlichkeit zu erfolgen. Weitere Kriterien sind Betriebssicherheit, Diebstahlsicherung und Design.
Aber wer soll diese Menge an technischen Geräten bedienen?
Der Techniker, der für den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung bereit steht, ist bereits vor Jahren dem Rotstift zum Opfer gefallen. Multifunktionale und flexible Steuerungssysteme sind die Antwort. Eine Raum-, Licht- und Mediensteuerung verbindet alle relevanten Geräte eines Konferenz- und Schulungsraumes. Bidirektionale Schnittstellen sorgen für eine hohe Betriebssicherheit. Über Bedienterminals erfolgt die individuelle Steuerung. Erst ein durchdachtes Design der Bedieneroberfläche und eine Verknüpfung aller erforderlichen technischen Funktionen macht die Nutzung der Medientechnik durch den Laien möglich. Optimales Eingabemedium eines solchen Steuerungssystems sind Touch Panel Displays. Eine anwendungsorientierte Gestaltung der Oberflächen, in Puncto Inhalt und Grafik sowie die logische Verknüpfung aller voneinander abhängigen Steuerungsfunktionen, schaffen die Voraussetzung für eine intuitive Bedienung. Das Design jeglicher medientechnischer Austattung muss unter der Prämisse erfolgen, dass audiovisuelle Medien nur Mittel zum Zweck der Kommunikation und Information sind!
Gerne helfen wir Ihnen, diesen Anspruch zu erfüllen!









