Broadcast
High Definition (HD) ist eines der Topthemen in der Broadcast-Branche. In den USA oder Japan ist HD bereits eingeführt und die Nachfrage an HD-Material entsprechend hoch. Die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 wird in HD produziert und auch deutsche Fernsehsender investieren in entsprechendes Equipment. Mit dem Kürzel HD oder HDTV bezeichnet man jedes digitale Verfahren oder System, das in der Lage ist, elektronische Bewegtbilder mit höherer Auflösung als 525 oder 625 Zeichen aufzunehmen und auszustrahlen. Dadurch können schärfere Bilder als die verbreiteten TV-Systeme NTSC, PAL und SECAM dargestellt werden.
Das maximale HD-Format ist 1080i und hat eine Auflösung von 1920 x 1080 Pixel. Das sind fünfmal mehr Bildpunkte als PAL, das eine Auflösung von 720 x 576 Bildpunkten bietet. Vorraussetzung für die Übertragung eines derartig hochauflösenden Signals ist die MPEG-2-Kompression, die derzeit sowohl bei High-Definition als auch bei Standard-Definition verwandt wird.
Höhere Qualität
Bei HDTV gibt es darüber hinaus nur das für das menschliche Auge angenehmere 16:9-Format. Bei der Entscheidung für HD spielen ästhetische, wirtschaftliche und technische Betrachtungen eine Rolle. HD kommt beispielsweise dann zum Einsatz, wenn spezielle Bilderlebnisse geschaffen werden sollen, wie bei Image- oder Werbefilmen. Der Vorteil liegt in der Darstellung von scharfen, hochaufgelösten Bildern mit einer eindrucksvollen Tiefenwirkung. Durch Flachbildschirme, DVD oder Blue Laser Disc-Technologie kann mittlerweile eine bessere Bild- und Tonqualität erreicht werden. Ein Bedürfnis nach höherer Qualität entsteht und lässt die Nachfrage nach HDTV steigen.
Zeit und Kosten sparen
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Wirtschaftlich betrachtet, ist die Erstellung von Film teurer. Ein Regisseur bewertet beispielsweise bei einem Dreh auf 35 mm Film das Bild auf einem Monitor, kann dabei aber nur den groben Aufbau und nicht kleinste Details oder die Lichtverhältnisse einschätzen.
Bei einer HD-Produktion sind Regisseur und Kameramann direkt am Set in der Lage, sämtliche Nuancen, Kontrast- und Farbstimmungen so zu betrachten, wie sie auch auf Band oder Festplatte aufgezeichnet werden. Bestimmte Effekte können daher bereits bei der Aufnahme erzielt werden. Nochmaliges Aufzeichnen oder Korrekturen in der Nachbearbeitung lassen sich vermeiden und damit Zeit und Kosten sparen.
HD-Technik
Die Verbreitung und Etablierung von HD orientiert sich nicht zuletzt an der Machbarkeit. Hochwertige HD-Technik ist verfügbar. Neue Speichermedien werden entwickelt, die in der Lage sind, bedeutend höhere Datenmengen aufzunehmen.
So soll mit der Professional Plug-In Card (P2) von Panasonic die Aufzeichnung von DVCPROHD-Material mit 100 Mbps bandlos realisiert werden. Mit Sony-XDCAM, dem digitalen Videosystem auf Optical-Disc-Basis, wird eine Datentransferrate von 72 Mbps (1-Head-Unit) oder 144 Mbps (2-Head-Unit) erreicht. Damit wird es generell möglich sein, HD-Videoprogramme auf die Scheibe zu schreiben und zusätzlich weitere Daten, die empfangen werden, aufzuzeichnen. Nach Meinung der Broadcast-Experten wird es in den Produktionsbereichen Aufnahme, Bearbeitung, Distribution und Archivierung durch HD dramatische Veränderungen geben.
Individuelle Beratung
Bei der Vielfalt an Produktionsmöglichkeiten und Entwicklungen ergeben sich für die Produzenten wichtige Fragestellungen:
Soll man produzieren wie bisher oder sich ab sofort auf neue Prozesse einstellen?
In welche Technik soll investiert werden?
Wird HD die Film- und Videoproduktion ersetzen oder wird es eine Ergänzung zu vorhandenen Formaten darstellen?
Mit AK Media steht Sendeanstalten, Film- und Fernsehproduktionen, Kamerateams und Redaktionen kompetente Ansprechpartner zur Seite, die ihr Wissen in persönlicher, individueller Beratung weitergeben und Hilfestellung bei wichtigen Entscheidungen leisten.









